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Lehrgänge
IMB
Programm
Intensivseminar
Brandschutz-
und Evakuierungstechnik
Lernziel
Das Intensivseminar ist eine Ergänzung und Erweiterung der
EIPOS-Fachfortbildungen im Brandschutz. Aufbauend auf vorhanden Kenntnissen der
Konzipierung von baulichen, gebäudetechnischen und anlagentechnischen
Brandschutzmaßnahmen werden vertiefende Kenntnisse über die Brandschutz- und
Sicherheitstechnik sowie die Schnittstellen der Komponenten der
Brandschutztechnik untereinander und zur Haustechnik und den technischen
Einrichtungen zum baulichen Brandschutz dargestellt. Die Teilnehmer werden
befähigt,
– den Einsatz von Brandschutz- und Evakuierungssystemen auf der Grundlage von
Risikoabwägungen entsprechend ihrer rechtlichen und technischen
Einsatzbedingungen, der geforderten Qualitätsparameter sowie wirtschaftlichen
Sinnfälligkeit zu planen
– die Funktionen und Wechselwirkungen zwischen den Komponenten der Brandschutz-
und Evakuierungssysteme untereinander bzw. zur Gebäudetechnik zu erkennen und in
der Planung zu berücksichtigen
– wirtschaftlich und in der Schutzwirkung optimierte Brandschutzlösungen im
Gesamtkonzept mit ingenieurmäßigem Vorgehen zu entwickeln
Zielgruppe
und Zugangsvoraussetzungen
Das Intensivseminar wendet sich an
Ingenieure des Bauingenieurwesens, der Versorgungs- und Sicherheitstechnik, der
Elektrotechnik/Elektronik und Automatisierungstechnik sowie Architekten,
insbesondere an Absolventen der Fachfortbildungen:
– Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz: Architekten und Bauingenieure werden
befähigt, komplexe Brandschutzkonzepte auch für schwierige Bauvorhaben des
Wohnungsbaus und für Sonderbauten zu erarbeiten
– Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz: Fortsetzung der beruflichen
Qualifizierung für Brandschutzfachplaner mit mehrjähriger und umfassender
Berufserfahrung in der Erarbeitung und Umsetzung von Brandschutzkonzepten,
Vorbereitung auf ein staatliches Anerkennungsverfahren
– Fachplaner für gebäudetechnischen Brandschutz: geeignet für Ingenieure der
Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektrobranche; Vermittlung vertiefender
Kenntnisse zum anlagentechnischen Brandschutz und zu Brandschutzmaßnahmen in
Verbindung mit Gebäudeinstallationen bzw. Leitungsanlagen
– Sachverständiger für gebäudetechnischen Brandschutz: Befähigung zur
Beurteilung und Fortschreibung von Planungen des gebäude- und anlagentechnischen
Brandschutzes bis hin zur Begleitung und Beratung bei der Ausführung; Planung
und Dokumentation der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere im Hinblick
auf den späteren Nachweis des Bestandsschutzes; besondere Praxisnähe durch
Trainings in Laboren der FH Lausitz in Cottbus und der Imtech in Hamburg sowie
Übungen zur Planung, Ausführung und Dokumentation
– Sachverständiger für brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung:
Fortsetzung der beruflichen Qualifizierung für Brandschutzfachplaner, Befähigung
zur Überwachung der zulassungskonformen Ausführung baulicher und technischer
Brandschutzmaßnahmen
Ausdrücklich sind Fachplaner oder
Sachverständige für Brandschutz aus den ZVEI-Mitgliedsunternehmen zur Teilnahme
am Intensivseminar „Brandschutz- und Evakuierungstechnik“ angesprochen.
Qualifizierte Interessenten, die keinen Abschluss eines Fachplaners oder
Sachverständigen für „Brandschutz“ bei EIPOS erlangt haben, können über eine
kommissionelle Prüfung der gleichwertigen Eignung eine individuelle Zulassung
erhalten. Details regelt die Prüfungsordnung.
Aus dem
Inhalt
Modul 1: Das Sicherheitssystem
Brandschutz – Recht, Technik, Struktur
1. Einführung
2. Brandschutz als Teil der
Gebäudesicherheit
– Anforderungen im Bauordnungsrecht
– ingenieurmäßige – risikoorientierte Brandschutzplanung
3. Rechtsfragen der Fachplanung
Brandschutz
– Rechtsnormen – Technische Normen – anerk. Regeln der Technik
– Rechtsrahmen des Fachplanungsauftrags
– Sachverständige im Baurecht
– Grundzüge des Bauproduktenrechts
– Brandschutzhaftung
4. Konformität der Brandschutz- und
Evakuierungssysteme
– Technik im Brandschutzkonzept – Notwendigkeit
– Konkretisierung der Anforderungen an technische Anlagen
– Feststellung der Verfügbarkeit technischer Anlagen und Wirksamkeit der
Gesamtmaßnahmen
Modul 2: Anlagentechnischer
Brandschutz – Wechselwirkungen, Abhängigkeiten
1. Brandmeldeanlagen
– Änderungen in der VDE 0833-2: 2009
– Vertiefende Einführung in die Planungsnorm VDE 0833 Teil 2 (spezielle Objekte
mit spezieller Technik überwachen)
– Wirtschaftliche Lösungen mit Sondermeldern
– EMV-Überspannungsschutz in Zusammenhang mit dem Gebäudeschutz
– Besonderheiten der funkbasierten Systeme
– Anforderungen an Qualitätsnachweise an Planer und Errichter gem. DIN 14 675
Anhang L; Besonderheiten bei öffentlichen Aufträgen
– Dokumentation, Instandhaltung (eingewiesene Personen, Pflichten des
Betreibers)
2. Alarmierung
– Arten der Alarmierung (VDE 0833 Teil2)
– Feuerwehrkommunikation/Meldung zur hilfeleistenden Stelle
– Akustische Alarmierung mittels Sprachalarmanlagen (VDE 0833 Teil 4)
– Berücksichtigung des AGG (körperlich und geistig benachteiligte Personen)
3. Flucht- und Rettungswege:
Sicherung, Steuerung und Lenkung
– Orientierungssysteme für Gefährdete und Rettungskräfte
– Steuerung und Lenkung, dynamisch / statisch
– Sicherheitsbeleuchtung, Sicherheitsstromversorgung
– Verhalten von Zugangskontrollsystemen im Brandfall
– Fluchttürsysteme, Feststellanlagen (Ansteuerung durch BMA)
– Aufzugssteuerung (dynamisch / statisch)
– Einbruch-/Überfallschutz (Schlösser, Verriegelungssysteme, Fenstersicherungen,
Alarmsysteme)
4. Lüftung und Entrauchung
– Probleme: Entlüftung im Brandfall, Entrauchung, „Kaltrauch“, Spüllüftung, RDA
...
– Funktion im Brandfall, Fahrschachtentrauchung
5. Löschanlagen
– Vorgesteuerte Sprinkleranlagen
– Maßnahmen des Personenschutzes, insb. bei Anlagen mit sauerstoffverdrängenden
Gasen
6. Wechselwirkungen –
anlagenübergreifende Vernetzung
– Auswahl der Übertragungswege (sekundär, primär, Funktionserhalt, funktionale
Sicherheit, Abgrenzung zur IEC EN 61508)
– VDI 3819 – Überblick, Anwendung
– Brandfallsteuermatrix (für Sonderbauten): aktueller Stand, Rechtsgrundlage,
Anforderungen, Zuständigkeiten, Honorierung, Beispiele, Übung
– VDI 6010 Teil 2
– Dokumentation (Aufgabe, Aufnahme, Details, BSK,
Planung/Ausschreibung/Ausführung, Bauleitung, Abnahme, VDI 6026), Anwendung
– Beispiele: BMA-Löschanlage, RWA - Löschanlage, BMA-Evakuierung, Videoanlagen …
Modul 3: Anlagentechnischer
Brandschutz – Praktische Übungen zu Wechselwirkungen und Abhängigkeiten
1. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen –
Erfahrungen aus Praxisbeispielen
– Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufspassagen/-zentren
2. Praxistest im Prüflabor der HS
Lausitz in Cottbus – Übung, Anwendung, Prüfung
Demonstrationen:
– Funktion Netzersatzaggregat und Sprinkleranlage
– Lüftungsanlage / Entrauchungsanlage / BMA
– Simulation der Rauchverschleppung
Gruppenarbeit am Versuchsstand:
– Lüftung und Brandschutzklappen, Brandmeldeanlage (Prüfgrundsätze und
-handlungen)
– BMA, RWA, MRA, Sicherheitsbeleuchtung, Netzersatzaggregat, Sprinkleranlage
(Schnittstellen und Prüfinhalte, Problembereiche)
Veranstaltungsort
Modul 1 und 2: EIPOS e.V.,
Goetheallee 24, 01309 Dresden
Modul 3: Prüflabor für sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung HS
Lausitz, Lipezker Str. 47, 03048 Cottbus
Termine
Modul 1: 14.–16. 03. 2011
Modul 2: 18.–20. 04. 2011
Modul 3: 16.–17. 05. 2011 (HS Lausitz in Cottbus)
Teilnahmegebühr
2.150 €
einschließlich
Studienmaterial und Pausenversorgung.
Faltblatt
zum Download hier ...
Ihr
Ansprechpartner ist Dipl.-Forsting. Holger Romberg.
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