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Der vorbeugende Brandschutz hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Großschäden durch Brandereignisse, wie beispielsweise am Flughafen Düsseldorf im Jahre 1996, haben der Öffentlichkeit das Gefahrenpotential eines Brandes besonders bewusst gemacht und ein Umdenken in der Brandschutzphilosophie ausgelöst. Moderne Bauvorhaben lassen sich nicht allein auf der Basis von gesetzlichen und normativen Vorschriften umsetzen. In den meisten Fällen sind brandschutztechnische Sonderlösungen erforderlich, um das erforderliche Brandsicherheitsniveau gewährleisten zu können. Parallel dazu wurde mit der Einführung neuer Bauordnungen die Kontrolltätigkeit des Staates im Brandschutz reduziert und der Bauherr mit einer höheren Eigenverantwortung versehen.
Insbesondere für Architekten, Bauingenieure und Versorgungstechniker hat sich damit ein neues Betätigungsfeld als Fachplaner oder Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz entwickelt. Nach allgemeiner Auffassung berücksichtigt die Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren an deutschen Universitäten und Hochschulen diese neuen fachlichen Anforderungen bisher immer noch zu wenig.
Der modular aufgebaute Master-Studiengang Vorbeugender Brandschutz wird seit 2003 in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz (FH) bei EIPOS in Dresden angeboten. Ziel ist es, die Ausbildungslücke im Brandschutz zwischen dem Studium der Architektur, des Bauingenieurwesens sowie anderen Ingenieurdisziplinen und den Anforderungen an Fachplaner als sachkundige Entwurfsverfasser für vorbeugenden Brandschutz zu schließen und mit einem international anerkannten akademischen Abschluss (Master of Engineering Vorbeugender Brandschutz) zu dokumentieren.
Der Master-Studiengang wendet sich insbesondere an Architekten und Bauingenieure sowie Ingenieure für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär- oder Klimatechnik und Ingenieure anderer Disziplinen.
Für die Studienzulassung ist in jedem Fall ein akademischer Abschluss einer Universität oder Fachhochschule und fachrichtungsspezifische Berufserfahrung erforderlich.
Der Master-Studiengang umfasst eine
Regelstudienzeit von 4 Semestern. Studienbeginn ist jeweils das Wintersemester.
Inhaltlich ist der Studiengang in 10 Module gegliedert. Von diesen Modulen sind
9 Module in Form von jeweils einer Präsenzwoche zu erbringen. Hauptstudienort
ist Dresden. Das 10. Modul umfasst eine studienbegleitend zu erstellende
Projektarbeit. Der Studiengang schließt mit der Bearbeitung einer Masterarbeit
und deren Verteidigung ab.
In den Präsenzwochen finden Vorlesungen, diskussionsoffene Seminare, Gruppenarbeiten, Demonstrationsexperimente und Exkursionen statt. Das Dozententeam setzt sich ausgewiesenen und kompetenten Fachleuten der Praxis und Wissenschaft zusammen, die nach Kriterien wie Fachwissen, pädagogische Befähigung und Berufserfahrung ausgewählt und berufen werden. Für die Studenten ist der persönliche Kontakt zu den Dozenten und auch zu den Mitstudenten sehr wertvoll. Die wissenschaftliche und zugleich praxisorientierte Ausrichtung , Aktualität und Weiterentwicklung des Studienganges wird durch die beratende Tätigkeit des wissenschaftlichen Beirates sichergestellt.
Für das Selbststudium zur Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie eine gründliche Prüfungsvorbereitung stehen umfangreiche klassische und elektronische Medien zur Verfügung. Neben den Seminarunterlagen erhalten die Studenten obligatorisch ergänzende Fachliteratur sowie diverse Informationsmöglichkeiten, z.B. Bibliothekszugang mit Fernleihe und Normenrecherche, Nutzung des virtuellen EIPOS-Campus mit Übungsaufgaben, Beispielprojekten, und aktuellen organisatorischen Informationen.
Die Masterarbeit ist der Höhepunkt und Abschluss des Studiums. Sie ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Problemaufbereitung mit starkem Praxisbezug und wird im letzten Semester bearbeitet. Für die Unternehmen der Teilnehmer besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Masterarbeit projektbezogene Aufgaben ganzheitlich bearbeiten zu lassen.
Jeder Teilnehmer erhält einen Betreuer, der bei der Erarbeitung der Masterarbeit konsultierend zur Seite steht. Am Ende des 4. Semesters wird die Masterarbeit präsentiert und verteidigt. Mit der in dieser Form stattfindenden Abschlussprüfung endet der Master-Studiengang.
Bei erfolgreichem Abschluss des Studienganges wird der akademische Grad "Master of Engineering (Vorbeugender Brandschutz)" von der Hochschule Zittau/Görlitz verliehen.
Der Studiengang wird von der
Hochschule Zittau/Görlitz und EIPOS gemeinsam durchgeführt.
Auf dieser Grundlage wird die
Voraussetzung für die Studienzulassung geprüft. Die Entscheidung über die
Zulassung zum Studium trifft der Prüfungsausschuss des Fachbereiches Bauwesen
der Hochschule Zittau/Görlitz gemeinsam mit EIPOS e.V.
Reise-, Aufenthalts- und
Verpflegungskosten sowie Gebühren für Wiederholungsprüfungen und Folgesemester
sind in der Gebühr nicht enthalten.
Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der TU Dresden e.V. Goetheallee 24 D- 01309 Dresden Tel: +49 351 44072-10 Fax: +49 351 44072-20
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Sabine Schönherr Tel: +49 351 44072-13 E-Mail: s.schoenherr@eipos.de
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