Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH

Ein Unternehmen der TUDAG Technische Universität Dresden AG


Barrierefreier Brandschutz

Tagesseminar


Product Code: UDS201

Ziel

Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung von öffentlichen Gebäuden und Wohnungen gibt es durch die Vorgaben der DIN 18040 in nahezu allen Landesbauordnungen. Die DIN fordert sogar, dass die Belange behinderter Menschen in Brandschutzkonzepten zu berücksichtigen sind – die Praxis sieht allerdings anders aus. Die Sicherstellung einer weitgehenden Selbstrettung behinderter Personen wird idR nicht bzw. nur unzureichend betrachtet.

Das Seminar versucht eine schrittweise Annäherung an einen möglichen Lösungsansatz für barrierefreie Brandschutzkonzepte. Ausgehend von einer umfassenden Analyse der objekt- und nutzerspezifischen Eigenheiten des Gebäudes werden Kennziffern ermittelt, welche die behinderten Nutzer eines Gebäudes beschreiben und systematisieren. Diese Einstufung ermöglicht im Weiteren die Bestimmung der erforderlichen Anzahl an Helfern und bildet damit die Basis für die Bestimmung des Evakuierungskonzeptes. Somit lassen sich die erforderlichen Maßnahmen zur sicheren Flucht und Rettung von behinderten Menschen ableiten und darstellen.

Die vorgestellte Methodik soll dem Fachplaner Brandschutz helfen, wirtschaftlich optimierte Brandschutzmaßnahmen für Einrichtungen mit behinderten Menschen zu entwickeln.



Zielgruppe

Das eintägige Update-Seminar wendet sich an Fachplaner und Sachverständige für vorbeugenden Brandschutz, die ihre Kenntnisse bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten im Hinblick auf Barrierefreies Bauen erweitern möchten.

Aus dem Inhalt

Barrierefreier Brandschutz - Grundlagen

  • gesetzliche Grundlagen, u.a. DIN 18040-1, Verordnung über Rettungswege Behinderter 
(1996), VO über die Evakuierung von Rollstuhlbenutzern (Eva-kVO)

  • Schutzziele des Brandschutz versus Selbstrettung Behinderter

  • Vergleichbarkeit von Behinderteneinrichtungen mit geregelten Sonderbauten

Analysen zur Vorbereitung des barrierefreien Brandschutz


  • Brandgefahren aufgrund der Nutzung

  • Kriterien zur Einstufung der Nutzer (Behinderung, Tag-/Nacht-Nutzung)

  • nutzerseitige Anforderungen

Ermittlung von Kennzahlen und Auswahl des Evakuierungskonzeptes


  • Helferquote, Räumungsschlüsse, Einstufungsfaktor – Kennzahlen zur spezifischen 
Definition der funktionalen Anforderungen

  • Auswahl des Evakuierungskonzeptes (Räumung, Verschiebung, Aufenthalt

  • Anforderungen an Sonderbereiche (Wartebereich, Brandschutzbereich, 
Räumungsabschnitt, Zelle)

  • Schutzzielspezifizierung und Auswahl funktionaler Anforderungen und 
Leistungskriterien für das Schutzziel Selbstrettung



„Barrierefreie“ Brandschutzkonzepte – Anwendung und Umsetzung am Praxisbeispiel

Dozent

Dipl. Ing. (FH) Architekt Johannes Göbell MEng.,
Dipl. Ing. Architekt und Stadtplaner Steffen Kallinowsky MEng.

Sachverständige für vorbeugenden Brandschutz, Coburg

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Vertiefung

Weiterführende Qualifizierung: 
Die berufsbegleitende Fortbildung „Fachplaner für Barrierefreies Bauen" bietet eine ideale Möglichkeit das Thema weiter zu vertiefen und sich umfassend auf die neuen Herausforderungen rund um das Thema "Barrierefreies Planen und Bauen" vorzubereiten.

Zusätzliche Informationen

Dieses Seminar ist auch als Fortbildung für Brandschutzbeauftragte im Sinne der vfdb-Richtlinie 12-09/02:2009-03(02) geeignet.