Effizienzexperte für Nichtwohngebäude

Fachfortbildung

Webcode: ENWG

Ziel

Die KfW fördert die energetische Sanierung und den energieeffizienten Neubau gewerblich genutzter Nichtwohngebäude in den Bereichen Handel, Dienstleistungen und Industrie.

Die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen sowie die Einsparungen von Energie und CO2 sind bei KfW-Antragstellung nachzuweisen. Für die Energieberatung und KfW-Förderbeantragung ist somit ein Sachverständiger einzubinden, welcher in die Kategorie "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Nichtwohngebäude" (KfW) der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) eingetragen ist.

Zielgruppe

Architekten, Bauingenieure, Fachingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung sowie Absolventen von Hochschulen mit Abschlüssen in den Fachrichtungen Physik, Bauphysik, Maschinenbau, Elektrotechnik

Nutzen

Mit Absolvierung dieser Weiterbildung wird den gestiegenen Anforderungen bei der Energieberatung und beim Bauen oder Sanieren hocheffizienter Nichtwohngebäude Rechnung getragen und es erfolgt der Nachweis für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Nichtwohngebäude (KfW)". Als fachliche Basis fungiert dabei die Anwendung und Umsetzung der DIN 18599.

Zugangsvoraussetzungen

Grundqualifikation nach § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV):

Berufsqualifizierender Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik sowie einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete.

Zusatzqualifikation

Absolvierte Weiterbildungen zu Basisthemen wie Energieberatung bzw. energieeffizientes Bauen und Sanieren im Umfang von:

Bei Experten, die bereits in den Kategorien „Wohngebäude (KfW)“ und/oder „Vor Ort Beratung (BAFA)“ eingetragen sind, gilt der Fortbildungsumfang von 100 UE Basisthemen im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens als absolviert und nachgewiesen.

Experten, die bereits in der Kategorie „Energieberatung im Mittelstand“ (BAFA) eingetragen sind, müssen von den 100 UE Basisthemen nur noch 84 UE nachweisen.

Aus dem Inhalt

Rechtliche Grundlagen

  • EU-Gebäuderichtlinie, EnEG, EnEV, EEWärmeG
  • Förderung der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden nach Programmen der KfW und EFRE-Programmen der Länder

Spezifik von Nichtwohngebäuden in Neubau und Bestand (Gebäudehülle)

  • Nutzungsanforderungen und energetische Standards
  • Baukonstruktive Besonderheiten

Anlagentechnik und erneuerbare Energien in Neubau und Bestand

  • Systeme der Wärmeerzeugung, -verteilung und -übergabe
  • Schwachstellen der Heizungstechnik
  • Systeme der Warmwasserbereitung
  • Systeme der Kälteerzeugung, -verteilung und -übergabe
  • Schwachstellen der Kühltechnik
  • Überblick Lüftungsanlagen, Wärmerückgewinnung
  • Erstellung von Lüftungskonzepten
  • Beleuchtung
  • Photovoltaik
  • Regelungstechnik und Gebäudeautomation
  • Nutzung von Software für die energetische Bewertung

Wirtschaftlichkeit, Projektbericht, Planung und Baubegleitung

  • Wirtschaftlichkeit
  • Förderung und Contracting
  • Projektbericht
  • Plausibilitätscheck, Bedarfs-Verbrauchs-Abgleich

Planung / Baubegleitung

  • Ausschreibung und Vergabe
  • Baubegleitung und Qualitätssicherung
  • Detaillierung Baubegleitung bei Neubau und Sanierung
  • Instrumente zur Qualitätssicherung

 

Dozent

Sachverständige und Fachingenieure

Prüfungsleistungen
  • Klausur (90 min)
  • Projektbericht
  • Kolloquium
Abschluss

Energieeffizienz-Experte für Nichtwohngebäude (EIPOS)

Zusätzliche Informationen

dena:

Die Fachfortbildung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 40 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 80 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.

Tagesseminare:

Zur Verlängerung der Eintragung als Energieeffizienz-Experte für Nichtwohngebäude sind aller drei Jahre 24 UE Fortbildung + Praxisnachweis in Abhängigkeit von den gewählten Förderprogrammen notwendig.

Alternativ für den Praxisnachweis kann ein erhöhter Fortbildungsumfang in Höhe von 32 UE einmalig eingereicht werden.

Zur Erweiterung des Wissens im Bereich Energieeffizienz, das Gewinnen von Einblicken in neue Themen, Auffrischen von Kenntnissen oder der Vorbereitung auf Prüfungen ist die Teilnahme an sämtlichen Modulen als Einzelseminare möglich.

Der Nachweis über die Teilnahme erfolgt über eine Teilnahmebescheinigung.