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Der moderne Holzbau gewinnt zunehmend an Bedeutung – sei es im mehrgeschossigen Wohnungsbau, in hybriden Konstruktionen oder in nachhaltigen Baukonzepten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualitätssicherung, Materialprüfung und baubegleitende Kontrolle. Genau hier setzt die Fachfortbildung „Sachverständiger für baubegleitende Qualitätssicherung im Holzbau“ an: Sie vermittelt umfassendes Fachwissen und praxisorientierte Methoden, um Holzbauprojekte von der Planung bis zur Fertigstellung auf ihre bautechnische Korrektheit, Materialqualität und regelkonforme Umsetzung zu prüfen.
Die Teilnehmer erlernen die systematische Erkennung und Bewertung von Baumängeln, die sachgerechte Dokumentation sowie die rechtssichere Begutachtung und Beweissicherung. Damit sind sie in der Lage, Planer, Bauherren und Ausführende aktiv zu beraten und durch vorausschauende Qualitätssicherung Schäden und spätere Sanierungskosten zu vermeiden. Neben der Überprüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik stehen auch Prüfverfahren für Material- und Konstruktionsqualität, bauphysikalische Bewertungen sowie die Analyse von Fehlerquellen im Mittelpunkt.
Die Weiterbildung qualifiziert für eine Tätigkeit als Sachverständiger, der mit analytischer Kompetenz, fundierten Prüfmethoden und interdisziplinärer Zusammenarbeit eine hohe Bauqualität sicherstellt. Besonders in einer Zeit, in der der Holzbau immer komplexer wird und fehlerhafte Ausführungen gravierende Folgekosten verursachen, ist diese Kompetenz unverzichtbar.
Die Fachfortbildung zum Sachverständigen für baubegleitende Qualitätssicherung im Holzbau richtet sich an Fachkräfte, die im Bereich Holzbau tätig sind und ihre Expertise im Bereich der Qualitätssicherung und Schadenprävention ausbauen möchten. Die Zielgruppe umfasst:
Die Teilnahme an der Fachfortbildung setzt eine qualifizierte Vorbildung im Bereich des Holzbaus voraus.
Zugelassen werden Absolventen einschlägiger Studien- oder Weiterbildungsprogramme:
Die Zulassung von Teilnehmern (Architekten, Bauingenieure, Meister, Techniker) mit abweichenden Voraussetzungen ist über eine Zulassungsprüfung möglich. Dafür ist ein eigenständig realisiertes Holzbauprojekt einzureichen. Dieses Projekt wird hinsichtlich seines fachlichen Niveaus, der planerischen und bautechnischen Qualität sowie der Relevanz für die Fortbildung geprüft.
Zusätzlich ist eine schriftliche Zugangsprüfung (Dauer: 60 Minuten) erfolgreich zu absolvieren, die über die digitale Lernplattform bereitgestellt wird und zentrale Grundlagenkenntnisse im Holzbau abfragt.
1. Grundlagen der Sachverständigentätigkeit und Qualitätssicherung im Holzbau
2. Planung
3. Fertigung und Bauphase / Errichtung
4. Praxisworkshop und Fallstudien (Gruppenarbeit)
Vorbereitung Prüfung
schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung
Sachverständiger für baubegleitende Qualitätssicherung im Holzbau (EIPOS/HKS)
Unser Kooperationspartner ist die Holzbau Kompetenz Sachsen GmbH, mit der wir gemeinsam die Fachfortbildung durchführen.
Die Holzbau Kompetenz Sachsen GmbH (HKS) wurde im Rahmen der Holzbauinitiative der sächsischen Staatsregierung gegründet. Ihr Auftrag ist es, den Einsatz von Holz im Bauwesen in Sachsen zu forcieren und maßgebend an der Verbesserung der dafür erforderlichen Rahmenbedingungen mitzuwirken. Die HKS fördert zudem die Wertschöpfung in Sachsen und die Akteure im Bauwesen durch Qualifizierung und Fortbildung im Bereich des Holzbaus. Zu den wichtigsten Aufgaben der HKS gehört, privaten und öffentlichen Bauherren eine unabhängige Fachberatung bei der Entwicklung und Umsetzung von Holzbauprojekten anzubieten.